Stillefeld

Botschaften der Elben empfangen: Der Online Kurs von Christine Arana Fader

Botschaften der Elben empfangen: Der Online Kurs von Christine Arana Fader

Spät abends im Laden in Haidhausen, wenn das Licht der Straßenlaternen auf die ungelesenen Manuskripte fällt, spüre ich die Sehnsucht meiner Kundinnen nach einer tieferen, naturverbundenen Führung. Es ist eine ruhige Zeit, die blaue Stunde, in der die Hektik des Rosenheimer Platzes endlich abebbt. Ich stehe dann oft am Regal für Channeling und Meditation und sortiere die Neuerscheinungen. Pro Monat gehen hier im Schnitt zehn neue Titel durch meine Hände. Seit 2011 führe ich die Buchhandlung Sternwanderer, und nach fünfzehn Jahren Beratung weiß ich: Die Leute suchen keine Heilsversprechen mehr, sie suchen etwas, das im Alltag zwischen Überstunden und Wocheneinkauf standhält.

Im späten August 2025 saß ich mit meinem Notizheft an der Kasse und traf die Entscheidung, den Online-Kurs von Christine Arana Fader selbst zu belegen. Ich begleite regelmäßig Kundinnen dabei, ihren ersten bezahlten Kurs auszusuchen, und ich hatte es satt, nur über den Klappentext des begleitenden Kartendecks zu referieren, das bereits 2020 im Schirner Verlag erschienen ist. Wenn man 290 Euro für einen Kurs investiert, will man wissen, ob man dafür nur warme Worte oder echtes Handwerkszeug bekommt. Also loggte ich mich ein, während draußen noch die Spätsommerhitze auf dem Asphalt flimmerte.

Der Einstieg in die Welt der Elbenenergien

Der Kurs ist in 10 Module unterteilt, was ich als Buchhändlerin sehr schätze – es ist eine Struktur, die an ein gut aufgebautes Sachbuch erinnert. Man wird nicht mit Inhalten überrollt. In den ersten Lektionen geht es viel um die Grundlagen der Elben-Mythologie im spirituellen Kontext. Christine Arana Fader wird in der Szene oft als Expertin für Drachen- und Elbenenergien gehandelt, und man merkt ihrer ruhigen Art an, dass sie weiß, wovon sie spricht. Dennoch blieb ich anfangs skeptisch. Esoterische Überhöhung ist nicht mein Ding.

An einem verregneten Dienstagabend im September saß ich barfuß auf dem Holzboden meines Ladens, nachdem ich abgeschlossen hatte. Der Geruch von Sandelholz-Räucherstäbchen, der immer ein wenig in meinen Wollpulli zieht, mischte sich mit der kühlen Abendluft. Ich hörte die erste Elben-Invokation. Was dann passierte, war kein magisches Feuerwerk, sondern ein feines Kribbeln in den Fingerspitzen, das immer dann auftritt, wenn die Stimme im Kurs die Verbindung zum Naturreich anspricht. Es ist eine körperliche Reaktion, die ich über die Jahre gelernt habe ernst zu nehmen, ohne sie mystisch aufzublasen. Es ist einfach eine Form von Resonanz.

Wer hier erwartet, nach zwei Wochen Elben im Wohnzimmer stehen zu haben, wird enttäuscht werden. Der Kurs ist eher eine Schulung der Wahrnehmung. Es geht um die Alpha-Wellen-Zustände des Gehirns, die durch geführte Meditationen stimuliert werden – ganz pragmatisch betrachtet. Ich habe für die Übungen etwa zwei bis drei Stunden pro Woche eingeplant, was neben dem Ladenbetrieb gut machbar war. Wer weniger Zeit hat, sollte sich fragen, ob die Investition von knapp dreihundert Euro sinnvoll ist, denn wie bei jedem Handwerk kommt die Fertigkeit durch die Wiederholung.

Beobachtungen aus dem Notizheft

Mitte Oktober kam eine langjährige Kundin, Frau S., in den Laden. Sie war sichtlich gestresst, suchte nach etwas „für die Seele“. Ich erzählte ihr von meinen Notizen zum Kurs. Sie fragte mich: „Muss ich dafür jetzt jeden Tag eine Stunde meditieren?“ Ich konnte sie beruhigen. Ein wichtiger Punkt in meiner Beobachtung war, dass der Kurs zwar Struktur bietet, aber keinen Zwang ausübt. Christine Arana Fader betont die Sanftheit dieser Energien.

Dabei machte ich eine interessante Entdeckung, die ich so nicht erwartet hatte. Oft wird in der Esoterik gepredigt, man müsse sich immer tiefer hineinknien. Mein contrarian angle nach diesen Wochen ist jedoch: Statt intensiver Meditation führt bei diesem Kurs oft gerade die bewusste Abkehr von esoterischen Übungen zu einer klareren Wahrnehmung der Botschaften. Ich merkte das während der hektischen Vorweihnachtszeit. Wenn ich im Laden stand, Pakete annahm und Kunden beriet, kamen mir die Impulse der „Elben“ klarer, wenn ich gerade *nicht* versuchte, sie zu erzwingen. Es war eher ein kurzes Innehalten beim Einräumen der Regale als die stundenlange Sitzung auf dem Meditationskissen.

Für jemanden, der eine schnelle Lösung für tiefliegende psychologische Probleme sucht, ist dieser Kurs definitiv nichts. Ich bin keine Therapeutin und Christine Arana Fader ist es auch nicht. Das ist ein wichtiger Punkt: Solche Online-Formate sind spirituelle Weiterbildungen, kein Ersatz für eine medizinische oder therapeutische Behandlung. Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, ist ein Gespräch mit einem Profi vor Ort wichtiger als jeder Online-Kurs. Das sage ich meinen Kundinnen hier im Laden auch immer ganz deutlich.

Der Winter-Wendepunkt und die Klarheit

Ein Moment tiefen Friedens überkam mich mitten im November-Grau. Die Übung zur Herzöffnung, die Teil eines der mittleren Module ist, brachte eine Klarheit, die ich so in zehn Jahren Buchhandel selten erlebt habe. Es war kein „Halleluja-Moment“, sondern eher wie ein Fenster, das man in einem stickigen Raum aufmacht. Draußen war es nasskalt, die Passanten auf der Straße zogen die Schultern hoch, und ich saß an meinem kleinen Schreibtisch neben der Kasse und fühlte mich einfach... sortiert.

Ich habe in meinem Notizheft festgehalten, dass dieser Kurs besonders für Menschen geeignet ist, die bereits eine gewisse Grundstabilität haben und ihre Wahrnehmung verfeinern wollen. Wer mit sehr abstrakten Channeling-Konzepten nichts anfangen kann, findet hier durch den Bezug zur Natur einen guten Anker. Wer sich fragt, wie dieser Kurs im Vergleich zu anderen Formaten abschneidet, kann einen Blick in meinen Channeling Kurs Vergleich werfen, in dem ich die verschiedenen Ansätze gegenüberstelle.

Gegen Ende des Kurses, als ich die letzten Module im Dezember abschloss, war das Kribbeln in den Fingern fast schon ein vertrauter Begleiter geworden. Es ist kein Hexenwerk, sondern eine Form der Aufmerksamkeitsschulung. Man lernt, die feinen Nuancen in der eigenen Umgebung und im eigenen Inneren wahrzunehmen. In meinem anderen Beitrag über den Elben-Zauber in Haidhausen bin ich noch tiefer auf die einzelnen Wochen eingegangen und habe dort auch die Struktur der Audios detaillierter beschrieben.

Abschlussgedanken im Mai 2026

Heute ist der 13. Mai 2026. Ich schließe mein Notizheft, das mich durch die letzten Monate begleitet hat. Der Kurs von Christine Arana Fader ist kein Schnäppchen, aber er ist solide produziert und inhaltlich fundiert, wenn man sich auf die Elben-Thematik einlassen möchte. Er schlägt die Brücke zwischen alter Weisheit und moderner Online-Praxis sehr ordentlich. Ich habe ihn als eine der drei großen Säulen in meinem persönlichen Cluster-Vergleich zwischen 2023 und 2026 absolviert und bereue die Zeit nicht.

Was bleibt? Keine Wunderheilung, keine plötzliche Erleuchtung. Aber eine veränderte Sichtweise auf die Natur und die eigene Intuition. Wer pragmatisch an die Sache herangeht, den Zeitaufwand von ein paar Stunden pro Woche nicht scheut und keine medizinischen Wunder erwartet, findet hier ein schönes Werkzeug. Für alle anderen: Bleibt lieber bei einem guten Buch – die haben wir hier in Haidhausen natürlich auch immer vorrätig.

Ich bin keine Ärztin und habe keine medizinische Ausbildung. Spirituelle Erfahrungen sind subjektiv und ersetzen niemals den Rat eines Facharztes. Wenn Sie gesundheitliche oder psychische Beschwerden haben, suchen Sie bitte qualifizierte Hilfe auf. Ein Kurs kann begleiten, aber nicht heilen.

Bitte beachten: Keine der Informationen auf dieser Website stellt eine medizinische, rechtliche oder finanzielle Beratung dar. Alle Inhalte basieren auf persönlicher Erfahrung. Wenden Sie sich an einen qualifizierten Fachmann für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung.

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