Stillefeld

Meditationsreise zum Loslassen für Hochsensible: Tipps für mehr Ruhe im Alltag

Meditationsreise zum Loslassen für Hochsensible – 21-tägige Meditations-Reise für mehr Ruhe im spirituellen München

Der Stapel frisch gelieferter Meditationsbücher rutscht zur Seite, gerade so weit, dass Platz für das aufgeschlagene Notizheft neben der Kasse bleibt, als eine Kundin mir ihr Handy hinhält: ein Screenshot der 21-tägigen Meditationsreise, dazu die Frage, ob so etwas hochsensiblen Menschen überhaupt hilft oder nur ein weiteres Loslassen-Versprechen ist, das am Ende nichts hält.

Die Antwort: ja, allerdings nicht wegen einer esoterischen Kulisse, sondern wegen einer schlichten Struktur, die den ohnehin dünnen Reizfilter nicht zusätzlich belastet. Diese Frage höre ich in der spirituellen Szene Münchens öfter, meist von Frauen, die sich schon mit Hochsensibilität beschäftigt haben, bevor sie sich an einen bezahlten Kurs heranwagen.

Ringsum sind die Holzregale nach Thema geordnet, auf dem hellen Kassenpult liegt links vom Bildschirm das Notizheft aufgeschlagen bereit, und durchs schmale Schaufenster auf Straßenebene fällt ab dem frühen Nachmittag Licht herein; auf dem kleinen Tisch daneben stehen ein paar Kristalle und ein Räucherstäbchenhalter. Genau von diesem Tresen aus beantworte ich die meisten Fragen zur Meditationsreise.

Was unterscheidet diese Meditationsreise von anderen Formaten für Hochsensible?

Der Kurs läuft über 21 Tage, mit täglich etwa 15 bis 20 Minuten Zeitaufwand, ganz ohne Livetermin und ohne Gruppendynamik, die bei Hochsensibilität schnell selbst zur Reizquelle wird. Andere Kurse im Umfeld laufen live oder in festen Modulterminen, diese Reise dagegen komplett vorab aufgezeichnet und im eigenen Tempo abrufbar. Wer lieber in Echtzeit mit anderen übt, ist hier falsch aufgehoben; wer lieber allein vorgeht, findet in der festen Tagesstruktur einen Anker, der nicht viel verlangt außer Wiederholung.

Handschriftliches Notizheft mit Beobachtungen zur 21-tägigen Meditations-Reise und zum Loslassen-Üben für Hochsensible in einer Münchner Buchhandlung.

Bevor ich diesen Kurs fand, hatte ich monatelang kostenlose YouTube-Meditationsvideos ohne roten Faden durchprobiert — mal ein Achtsamkeits-Clip, mal eine geführte Fantasiereise, ohne Aufbau, ohne Wiedererkennungswert von einem Tag zum nächsten. Genau dieses Fehlen einer Linie ist es, was die meisten kostenlosen Angebote für hochsensible Nutzerinnen auf Dauer unbrauchbar macht.

Die Struktur trägt mehr als das Versprechen

Was bei mir wirklich etwas veränderte, war denkbar unspektakulär: den ausgedruckten Kurszettel neben die Kasse gelegt, keinen Seitenblick zur Wanduhr geworfen, einfach dagesessen, bis die Zeit um war. Kein Griff zum Notizheft in diesem Moment — nur das Sitzen selbst.

Der Tramlärm draußen wurde dadurch nicht leiser, aber er hörte irgendwann auf, jedes Mal einen kleinen Alarm in mir auszulösen. Wichtig ist mir dabei: Wer unter einer klinischen Depression oder einer ausgeprägten Angststörung leidet, sollte sich an einen Facharzt wenden statt an ein Kursformat wie dieses — das gehört in professionelle Hände, nicht in ein Notizheft neben der Kasse.

Das Format lebt von Kontinuität, ähnlich wie bei der Meditation im Allgemeinen: Der Effekt stellt sich nicht durch eine einzelne Einheit ein, sondern durchs Dranbleiben.

Ruhige Ecke zum Loslassen-Üben für Hochsensible in einer spirituellen Buchhandlung in München, mit Kork-Sitzkissen und Zimmerpflanze.

Erst prüfen, wer wirklich profitiert und wer lieber die Finger lässt

Wer einen völlig unregelmäßigen Tagesablauf hat oder abends selten zur Ruhe kommt, sollte eher zu einem Live-Format greifen als zu einer festen 21-Tage-Struktur — dazu passt eher etwas wie die Meditationsreise für gestresste Großstädter, die ich Kundinnen mit chaotischem Alltag öfter ans Herz lege.

Auch wer keine 15 Minuten am Tag freihalten kann oder will, kann sich das Geld sparen — dann verpufft die Struktur, bevor sie überhaupt wirken kann.

Ist das schon Channeling oder etwas anderes?

Nein — und diese Frage wird mir öfter über den Tresen gestellt, meist von Kundinnen, die Begriffe durcheinanderwerfen. Channeling im engeren Sinn beschäftigt sich mit dem bewussten Kontakt zu einer Botschaftsquelle außerhalb des eigenen Verstandes, ein eigenes Grundlagenfeld, das ich hier nicht aufrolle. Wer eher in Richtung Naturwesen-Wahrnehmung oder Drachenenergie schauen möchte, findet dazu andere Regale bei mir und andere Artikel auf dieser Seite; energetischer Selbstschutz im Alltag ist wieder ein eigenes Thema für sich, das über reine Meditation hinausgeht.

Karin Eiblmaier, die zweimal im Jahr mit Vorschauexemplaren für einen spirituellen Fachverlag bei mir vorbeischaut, verdreht bei solchen Begriffsvermischungen regelmäßig die Augen — sie hält wenig von Selbstoptimierungs-Jargon, der alles in einen Topf wirft. Wer speziell mit Hochsensibilität und Channeling experimentieren will, findet dazu mehr unter Channeling lernen für Hochsensible, aber ich rate davon ab, mehrere Baustellen gleichzeitig zu öffnen.

Format, Zeitaufwand und Sabrinas Fragen an der Kasse

An einem Mittwochnachmittag stand Sabrina Wendlandt vor mir am Tresen, den Ausdruck einer Kursbeschreibung in der Hand. "Da steht nirgends, wie viele Stunden das pro Woche wirklich sind", sagte sie und schob mir das Blatt hin. Sabrina ist seit Jahren Stammkundin, kommt unregelmäßig vorbei, und sie traut keiner Kursbeschreibung, die vage bleibt.

Bei der 21-tägigen Meditationsreise kann ich ihr wenigstens das sagen: 15 bis 20 Minuten pro Tag, kein Livetermin, ein Preisrahmen von etwa hundert Euro. Im Vergleich zu manch anderem Kurs im DACH-Raum, der für ein Vielfaches mehr verspricht und ähnlich wenig Betreuung bietet, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis hier nachvollziehbar — nicht spektakulär günstig, aber auch keine Mondpreise für ein reines Audioformat.

Blick aus dem Schaufenster einer spirituellen Buchhandlung in München auf eine regnerische Straße – Reizüberflutung im Alltag für hochsensible Menschen.

Vom ersten Buch zum passenden Kurs

Wer schon ein, zwei Bücher zu Hochsensibilität oder zum Loslassen-Üben gelesen hat, ist meist bereit für mehr Struktur, als ein Buch allein bieten kann — das ist der Moment, in dem ich zur Meditation gegen Überforderung rate, wenn jemand konkret unter Reizüberflutung leidet.

Welcher Anbieter am Ende passt, hängt weniger vom Marketing ab als von der Handschrift dahinter: Christine Arana Fader arbeitet anders als das Team hinter der Meditationsreise, und diese Unterschiede spüre ich bei Beratungsgesprächen am Tresen inzwischen schnell heraus, auch wenn ich sie hier nicht im Detail auswalze. Die eigentliche Übungspraxis für den Alltag — wie sich das Gelernte über die Kasse hinaus, in der Bahn oder beim Einkaufen anwenden lässt — ist wieder ein eigenes Kapitel, das an anderer Stelle ausführlicher drankommt. Die reine Loslassen-Praxis, unabhängig von Hochsensibilität, ist nochmal ein separates Thema für sich.

Wichtiger als das Gefühl von Erleuchtung ist für mich, ob der Weg nach Hause danach leichter wird. Nach Ladenschluss, auf dem kurzen Stück über den Wiener Platz, merke ich das meist zuerst. Die 21-tägige Meditationsreise hat mir keinen neuen Bewusstseinszustand beschert, aber sie hat die Reizschwelle im Alltag ein Stück verschoben — und für einen Buchladen voller Geräusche und Kundinnenfragen reicht das völlig aus.

Haftungsausschluss: Was Sie hier lesen, spiegelt meine persönliche Erfahrung wider — keine professionelle Beratung. Informieren Sie sich eigenständig und konsultieren Sie die entsprechenden Fachleute, bevor Sie Änderungen an Ihrer Gesundheit, Ernährung oder Ihren Finanzen vornehmen.

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